Mentale Blockaden im Kinderwunsch

Die meisten Frauen (und Männer), versuchen in der Kinderwunschzeit, alles richtig zu machen, sich gut zu ernähren, auf die richtigen Nährstoffe und Hormonwerte zu achten (z.B. dass die Schilddrüse gut eingestellt ist) und den Eisprung möglichst genau zu bestimmen. Häufig finde ich aber auch Ursachen bei den Klienten und Klientinnen, die zunächst gar nichts mit dem Körper zu tun haben, sogenannte unbewusste Blockaden. Es wäre als würde ein Teil der Persönlichkeit sagen: „Ich will gar kein Kind!“ oder sogar „Ich kann kein Kind haben!“

„Aber das ist doch nicht wahr! Ich versuche doch alles, wirklich alles, um ein Kind zu bekommen!“ ruft der bewusste Anteil der Persönlichkeit. In meiner Behandlung und in meinen Workshops arbeiten wir daran, diese unbewussten Blockaden bewusst zu machen und dann abzulegen.

Wie kann eine Denkweise den Körper beeinflussen?

Dass die Einstellungen, Glaubensvorstellungen und inneren Haltungen unser Verhalten und auch das Funktionieren unseres Körpers beeinflussen ist wissenschaftlich längst anerkannt (Placebo und vor allem auch Nocebo Effekt) und für jedermann in freier Natur zu beobachten: Zum Beispiel den Nur-in-mein-Revier-Macher, die Igitt-ekliges-Glas-Herpes-Patientin und den Toilette-vor-der-Prüfung-Kandidaten. Zum Teil stecken echte Ängste dahinter und lösen eine körperliche Reaktion aus, Zum Teil sind es unbewusste Glaubensvorstellungen – ein vielleicht nicht ganz sauberes Glas dürfte nur in den seltensten Fällen mit Herpes-Viren befallen sein. Das Ergebnis ist aber immer eine klare körperliche Reaktion. Die Angst, der Ekel oder die Aufregung wirken sich auf den Darm, die Haut oder auch die Schweißdrüsen aus.

Seelische Blockaden bei Unfruchtbarkeit

Und dasselbe gilt für die Fruchtbarkeit: Wenn jemand glaubt, die Situation, in der er oder sie sich befindet, sei nicht gut für ein Kind, dann wird sie einfach nicht schwanger oder seine Spermien kommen nicht an. So sagt das Unterbewusstsein einer Frau in finanziellen Schwierigkeiten oder in einer unsicheren Partnerschaft vielleicht einfach „Nein“ zum Kind, vor allem wenn sie selbst eine ähnliche Situation schon einmal (in ihrer Kindheit) erlebt hat. Bei manchen Klienten liegen aber auch schwere Traumata zugrunde. Dann ist es wirklich ratsam, diese in einer Therapie zu be- und verarbeiten.

Andere fürchten vielleicht, eine schlechte Mutter zu werden, weil sie selbst zu wenig Fürsorge bekommen haben oder sie können sich nicht vorstellen, wie ihr Beruf mit einem Kind zu vereinen ist, weil andere sagen: „Den Stressjob kannst Du aber mit Kind vergessen!“ oder „Wenn Du mal ein Kind hast, kommst Du beruflich nicht mehr voran!“

Leider ist es dabei egal, ob die Situation tatsächlich wirtschaftlich unsicher ist, ob die Partnerschaft oder etwas anderes im Leben schwierig ist oder ob eigentlich alles für ein Kind wunderbar wäre. Die Angst oder Sorge alleine reichen schon aus. Das Unterbewusste lässt sich vom Bewusstsein leider nicht so leicht übertölpeln.

Wenn eine leise innere Stimme immer wieder sagt: unsicher, gefährlich, unangenehm, macht der Körper einfach zu. Und diese innere Stimme quasselt ständig über alte Erfahrungen, Traumata, Vorstellungen, die im eigenen Umfeld herrschen oder geherrscht haben, als man selbst Kind war, aber auch über Erfahrungen der Eltern und Großeltern .

Schafft man es, diese Blockaden ausfindig zu machen und an ihnen zu arbeiten, ist bereits ein großes Hindernis beseitigt. Dies ist wichtiger Teil in meinen Workshops, im Video Workshop und natürlich in der Praxis und in Coaching-Terminen.

Eine Möglichkeit, diese negativen Vorstellungen loszuwerden geht so:

Schreibe jede Vorstellung auf ein Blatt Papier und male dazu ein Bild, klebe eine Collage, stelle sie bildlich dar. Dann halte ein kleines Ritual ab, verabschiede Dich von der falschen Vorstellung und stelle ganz klar fest, dass Du das in Deinem Leben nicht mehr brauchst. Dann verbrenne dieses Papier.

Dann schreibst Du das Gegenteil davon auf, und wie sich das anfühlen würde. Und stellst auch das in einem Bild dar. Das Bild hängst Du Dir auf und rufst Dir jeden Morgen oder auch zwischendurch das Gefühl dazu in Erinnerung.

Viel Erfolg dabei. Das Ablegen alter, nutzlos gewordener Glaubensvorstlelungen ist ein weiterer Schritt, Deine innere Göttin (oder den inneren Gott) in Dir zu erwecken und natürlich ein Schritt zu Deinem Wunschkind.

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